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Kampf gegen den Buchsbaumzünsler

Datum: 25.10.2019

Buchsbaumschnitt im Herbst hilft gegen den Schädling

Der Buchsbaumzünsler, ein eingeschleppter Kleinschmetterling aus Ostasien, ist hierzulande noch immer ein Problem. Er verursacht bei unseren heimischen Buchsbäumen immer wieder Fraßschäden, die bis hin zum Kahlfraß reichen.
Um gezielt gegen ihn vorzugehen, bieten sich die kommenden Wochen optimal für einen Buchsbaumschnitt an. Die Buchsbäume werden von den Weibchen gezielt zur Eiablage aufgesucht, die dann gegen Ende des Sommers erfolgt. Nach und nach schlüpfen die Larven und nutzen die Herbstvegetation überwiegend zur Nahrungsaufnahme. Inzwischen haben sich bereits viele Buchsbaumzünsler-Raupen zwischen die Buchsbaumblätter eingesponnen, um dort den Winter zu verbringen. Bei einem kräftigen Rückschnitt werden die Larven mit abgeschnitten und somit ihrer Lebensgrundlage entzogen.
Jetzt im Herbst sollte dem Buchsbaum zudem eine üppige Kalkgabe verabreicht werden. Der Buchsbaum dankt es mit einem guten Wurzelwachstum und vitalem Aussehen. Zudem ist er dadurch gut gegen Schwächeparasiten, z.B. Pilzkrankheiten oder Schädlinge wie den Buchsbaumzünsler gerüstet, da diese vorwiegend kranke und geschwächte Pflanzen befallen.
 
Hintergrund:
Durch den milden Herbst 2018 war die Fraßzeit im vergangenen Jahr sehr lang. Als pünktlich zum Jahreswechsel dann doch der Frost kam, waren die Larven bereits zu groß und konnten sich nicht mehr einspinnen. Über 90 Prozent der Larven sind dadurch erfroren. Der Schädling ist damit aber nicht ausgerottet. In diesem Sommer hat sich die Population wieder aufgebaut.
 
Weitere Informationen sind beim Landratsamt Hohenlohekreis, Landwirtschaftsamt, unter der Telefonnummer 07940 18-621 zu erhalten.

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